Herzlich Willkommen beim KKSV Langendamm

Die Historie

Aus der Geschichte des K. K. Schützenvereins Langendamm e. V.
von Wilhelm Stelling, jun.

Als am 6. August 1933 aus dem Radfahrerverein „All Heil" der Kleinkaliber-Schützenverein gegründet wurde, waren 21 Langendammer Einwohner anwesend.
Die Versammlung wählte zu ihrem 1. Vorsitzenden Wilhelm Stelling, Langendamm Nr. 1. In der folgenden Zeit fanden meistens des sonntags Schießübungen mit KK-Gewehren auf dem Schießstand im Fuhrenkamp gegenüber des Dorfes an der B 6 statt.
Einberufungen zur Wehrmacht Ende der 30er Jahre sowie die unruhigen Zeiten des 2. Weltkrieges ließen das Vereinsleben allmählich erlahmen, bis das Verbot des Waffenbesitzes durch den alliierten Kontrollrat nach dem Kriege etwas gelockert wurde.
Am 29. Mai 1951 fanden sich zur Wiederbegründung 19 Langendammer ein. Sie wählten Wilhelm Ellermann zum 1. Vorsitzenden. Ein regelmäßiger Schießbetrieb wurde sogleich mit Luftgewehr im Saale der damaligen Gaststätte Henking aufgenommen. Das KK-Schießen fand in unregelmäßigen Abständen auf dem Schießstand im Fuhrenkamp statt.
Als sich 1952 die Schützenvereine im Kreise Nienburg zu einem Kreisverband zusammenschlossen, trat der Verein diesem bei und war damit gleichzeitig auch Mitglied des Deutschen Schützenbundes.
Seit 1962 ist der Verein ins Vereinsregister eingetragen und 1970 dem „Fachverband Schießsport" im Landessportbund Niedersachsen beigetreten.
Seit der Gründung waren die Langendammer Schützen immer bestrebt, durch ihre Teilnahme an Meister-schaften und Wettkämpfen schießsportlicher und traditionsgebundener Art freundschaftliche Verbindungen zu anderen Schießsportvereinigungen der näheren und weiteren Umgebung zu knüpfen, aufrecht zu erhalten und zu festigen. Viele Mannschaften und Einzelschützen haben den Verein oft und erfolgreich vertreten, so daß die Langendammer Sportschützen insbesondere auf Kreis- und Bezirksebene heute eine beachtliche Stellung einnehmen und auch darüber hinaus bekannt geworden sind.
Seit 1962 besteht eine freundschaftliche Verbindung zur Schützengilde Berlin-Lichterfelde, die durch Schießwettbewerbe und gegenseitige Besuche bei verschiedenen Veranstaltungen im Laufe der Jahre zu einer echten Kameradschaft mit teilweise privaten Beziehungen geworden ist. Als äußeres Zeichen der Verbundenheit wird seit 1970 eine Freundschaftskette ausgeschossen, deren erster Gewinner Stefan Kowalski, Langendamm, war.
Wie überall war auch hier das Vereinsleben im Laufe der Jahre starken Schwankungen unterlegen. Diese Erscheinungen machen sich in den unterschiedlichen Mitgliederzahlen der vergangenen 20 Jahre und auch in den Eintragungen der Schießkladden bemerkbar. Heute hat der Verein ca. 100 Mitglieder.
Einen kleinen Aufschwung erlebte der Verein 1953, als der damalige Leiter des GSO-Lagers an der Wald-straße, der engl. Major R. K. Stanley, geeignete Schießstände für Luftgewehr und Kleinkaliber im Lager zur Verfügung stellte. Diese günstige Gelegenheit bot sich jedoch nicht sehr lange. Bald waren die Schützen wieder mit dem ständigen Auf- und Abbau der Luftgewehr-Schießanlagen auf dem Saal der Gastwirtschaft Henking, später in der Waldgaststätte am Führser Mühlweg, beschäftigt. 1960 stellte die Gemeinde Langendamm im heutigen Verwaltungsgebäude einen Raum zur Verfügung, der in Eigenarbeit mit vier Luftgewehr-anlagen eingerichtet wurde. Dieser erste vereinseigene Schießstand gab in der Folgezeit einen erheblichen Aufschwung im Vereinsleben und im Schießbetrieb. Zum Luftgewehr- wurde jetzt das Luftpistole-Schießen aufgenommen. Aufgrund eines Vertrages mit der Bundeswehr über die Benutzung der Standortschießanlage konnte ab 1961 auch das Kleinkaliber-Schießen wieder aufleben. Dazu kam 1965 das Schießen mit gebrauchsmäßigen Revolvern und Pistolen auf 25 Meter. Diese letzten Übungsmöglichkeiten wurden jedoch verhältnismäßig wenig genutzt. Der Ruf nach einer eigenen Schießstandanlage für alle Waffenarten wurde immer deutlicher.
Als 1964 die Sportplatzanlagen in Langendamm geschaffen wurden, stellte die Gemeinde dem Verein dort geeignetes Gelände zur Verfügung. Die Schießbahnen wurden ausgeschoben und die Wälle aufgeschüttet. 1967 stellte die Gemeinde dort eine große Holzbaracke auf, die den Ansprüchen entsprechend eingerichtet wurde. Hier konnte der Schießbetrieb auf zehn Luftgewehr- und Luftpistoleanlagen im Frühjahr 1968 beginnen.
Den jahrelangen Bemühungen und der uneigennützigen Arbeit der Mitglieder sowie der großzügigen Unter-stützung der Gemeinde Langendamm ist es zu verdanken, dass schließlich 1970 die KK-Schießbahnen fertig- und die für die Sicherheit erforderlichen Blenden aufgestellt werden konnten. Die Eröffnung des neuen KK-Schießstandes fand am 12. Mai 1970 statt. Das Vereinsleben überhaupt und der Schießbetrieb insbesondere haben seit dem einen erheblichen Aufschwung zu verzeichnen. Als äußeres Zeichen der Verbundenheit der Mitglieder untereinander trugen die Schützen bereits 1956 einen grünen Schützenhut. Drei Jahre später wurden die ersten Schützenjacken angeschafft. Nach dem Entwurf von Wilhelm Stelling, sen., wurde 1961 ein Vereinswappen in Form von Anstecknadeln und Ärmelabzeichen beschafft. Neben der Betreibung des Schießsports ist die Erhaltung des Schützenbrauchtums eine der vornehmsten Aufgaben des Vereins. Die Durchführung der seit alters her gebräuchlichen Schützenfeste, hier Scheibenschießen genannt, lag immer in den Händen des Schützenvereins, so lange er bestand. Die Schießveranstaltungen fanden bis 1921 im Gelände am heutigen Friedhof (Hexenberg) statt. Bis 1960 konnte der Schießstand im Fuhrenkamp benutzt werden. In den folgenden Jahren wurde zum Scheibenschießen die Standortschießanlage der Bundeswehr benutzt, und mit der Fertigstellung des neuen KK-Schießstandes am Sportplatz fand erstmals 1970 das Schießen dort statt.
Um auch innerhalb des Vereins ein traditionsgebundenes Schießen durchzuführen, wird seit 1962 alljährlich das Vereinskönigshaus mit König, Königin und Jugendkönig ermittelt.
Aus der Verpflichtung, den Schießsport zu fördern, die Tradition zu wahren, die Kameradschaft und die Verbundenheit zu pflegen und zu festigen, wird es immer das Bestreben des Vereins sein, in diesem Sinne weiterzuarbeiten.


Vorstände                                                                                                                      


Die Vorsitzenden des K. K. Schützenvereins Langendamm e. V.

1933 – 1951 Wilhelm Stelling
1951 – 1953 Wilhelm Ellermann
1953 – 1954 Werner Haufe
1954            Erhard Berge
1954 – 1955 Wilhelm Ellermann
1955 – 1960 Helmut Rudolph
1960 – 1961 Heinz Quednau
1961 – 1964 Wilhelm Stelling, jun.
1964 – 1966 Heinz Quednau
1966 – 1969 Günter Abel
1969            Wilhelm Stelling, jun.


Das Wappen des KKSV-Langendamm   



Nach verschiedentlichen Rücksprachen unterbreitete Lehrer und Heimatforscher Wilhelm Stelling sen. im 1961 dem Rat der Gemeinde einen Vorschlag zur Beschaffung eines Wappen bzw. eines Siegels für die Gemeinde Langendamm.

Der eingehend geschichtlich begründete Entwurf sah ein grünes Wappenschild vor. Es sollte den Grinderwald symbolisieren, vor dem die Ortschaft liegt. In diesem Schild war querüber in silbernem Feld ein schwarzer Balken vorgesehen, der den Schlagbaum darstellen sollte. Dieser ist bereits in sehr alten Zeiten als markante Grenze zwischen dem Fürstentum Kalenberg und der Grafschaft Hoya benannt. Senkrecht vor dem Schlagbaum sollte eine in Silber gehaltene Wolfsangel stehen. Sie wurde 1586 als erstes Hoheitszeichen des damaligen Landesherrn auf einem Grenzstein in den Weg, den „Langen Damm“, gesetzt.

Der Gemeinderat befasste sich mit diesem Vorschlag, aber in den folgenden Monaten wurde das Langendammer Wappen um zwei weitere Motive ergänzt: das weiße Niedersachsenross und dem schwarzen preußischen Adler.

Da nun der eigentliche erste Entwurf von Wilhelm Stelling sen. frei wurde, stellte er diesen Ende des Jahre 1961 in etwas abgewandelter Form dem KKSV als Vereinswappen zur Verfügung.            


Die Damenriege des KKSV


Bis zum 06.August 1933 gab es in Langendamm einen Radfahrverein. Dieser wurde von Wilhelm Nordmann aufgelöst und ein Schützenverein gegründet. Es wurde zuerst nur Kleinkaliber geschossen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde im Jahre 1951 die Vereinsarbeit wieder aufgenommen.
Im selben Jahr fand das erste Scheibenfest auch wieder statt. Es durften alle Langendammer Bürger schießen, sofern sie hier gemeldet waren. 1952 trat der Verein dem Schützenkreis bei und wurde somit Mitglied im Schützenverband Niedersachsen. In diesem Jahr fanden auch die ersten zwei Damen den Weg in den Verein. Durch die ortsansässige Bundeswehr war die Damengruppe dann teilweise auf
40 Mitglieder angewachsen, aber wie es bei der Bundeswehr nun mal ist, die Männer wurden versetzt und die Familien gingen mit.

Nach dem Neuanfang gab es auch das Kreiskönigsschießen der Schützen wieder. 1962 wurde dann das Kreisdamentreffen eingeführt. Auch hierbei konnten einige Schützinnen den Titel der Kreiskönigin nach Langendamm holen. An Pokalschießen in Nachbarvereinen wurde teilgenommen, man kam immer mit guten Ergebnissen und Preisen nach Hause. Ebenso holten die Langendammer Schützinnen Siege bei
Kreis- , Landes- und Deutschen Meisterschaften. Um auch innerhalb des Vereins ein traditionsgebundenes Schießen durchzuführen, wird seit 1962 alljährlich das Vereinskönigshaus mit König, Königin und Jugendkönig ermittelt.

Im Jahr 1965 schossen die Damen ihre Scheibenkönigin zum ersten Mal alleine aus. Dieses war möglich, da in Langendamm ein Scheibenfest gefeiert wurde. Die erste Scheibenkönigin von Langendamm war Hedwig Keppler. Marlis Beuchert und Monika Fliegner schafften es sogar dreimal hintereinander , Scheibenkönigin in Langendamm zu werden .

In den Jahren 1980-81 wurde das Holzgebäude des KKSV Langendamm durch einen festen Neubau ersetzt. Gleichzeitig wurde auch die "Königsallee" gebaut, die zu unserem Schützenhaus führt. 1983 fand anläßlich des 50. Jubiläums des Vereins auch das Kreisdamentreffen in Langendamm statt. Am 31.06.1992 blickte dann auch die Damenriege des KKSV Langendamm auf ihr 40-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlaß richtete man für die Frauen befreundeter Vereine ein Kaffetrinken mit Pokal- und Preisschießen aus.

In der Nacht zum 13.Januar 2002 wurde das Schützenhaus durch Brandstiftung ein Raub der Flammen. Unser 2003 neuerstelltes Schützenhaus verfügt jetzt über 12 LG-Stände, 5 KK- und einen Großkaliber-Stand . Leider konnte auch der neue Stand die Damen des Vereins nicht dazu bewegen, vermehrt an Rundenkämpfen teilzunehmen, so daß nur noch eine Hand voll Damen den Verein auf Kreis- und Landesebene vertraten.

Dies änderte sich 2009, nach dem der Verein seinen Schwerpunkt beim Luftgewehrschießen auf das Auflageschießen umstellte. Seit dem nehmen wieder mehrere Mannschaften aktiv an Runden- und Fernwettkämpfen teil. Auch das Kreisdamentreffen wird wieder regelmäßig mit Mannschaften besucht.

Im Augenblick besteht die Damenriege des KKSV Langendamm aus 32 Mitgliedern, von denen die meisten wieder aktiv am Vereinsleben teilnehmen.

Dieses Bild entstand beim Anbringen

der Schiebe bei Heinz Quendau